Platzregeln

Golf ist wie eine Liebesaffäre. Nimmt man sie nicht ernst, macht es keinen Spaß. Nimmt man sie ernst, bricht sie einem das Herz.

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B. Platzregeln

1. Aus (Regel 27-1)
Wird durch weiße Pfähle oder Zäune gekennzeichnet. Sofern weiße Linien die Platzgrenzen kennzeichnen, haben diese Vorrang.  Die weißen Pfähle zwischen den Spielbahnen 1, 8 und 9 des Panorama-Kurses kennzeichnen eine interne Ausgrenze, die nur für das Spielen der Spielbahnen 1 und 8 des Panorama-Kurse gilt. Die weißen Pfähle zwischen den Spielbahnen 1, 2 und 3 des Illertal-Kurses kennzeichnen eine interne Ausgrenze, die nur für das Spielen der Spielbahn 1 des Illertal-Kurses gilt. Die weißen Pfähle zwischen den Spielbahnen 2 und 4 des Illertal-Kurses kennzeichnen eine interne Ausgrenze, die nur für das Spielen der Spielbahn 4 des Illertal-Kurses gilt. Beim Spielen der anderen Bahnen gelten die weißen Pfähle für die Kennzeichnung der internen Ausgrenzen als unbewegliche Hemmnisse. An den Spielbahnen 6 des Illertal-Kurses sowie 1, 2, 3, 4, 5, 6 und 7 des Zugspitz-Kurses kennzeichnet die der Spielbahn zugewandten Asphalt- bzw. Granitkante der Straße die Ausgrenze. Die Straße selbst befindet sich im Aus.

2. Boden in Ausbesserung, ungewöhnlich beschaffener Boden (Regel 25-1)

Ergänzung zu Punkt c

a) Boden in Ausbesserung ist durch weiße Einkreisungen und/oder blaue Pfähle gekennzeichnet. Ist beides vorhanden, so gilt die Linie.

b) Erleichterung wird nicht gewährt,  wenn lediglich die Standposition durch ein Loch,  Aufgeworfenes oder den Laufweg eines Erdgänge grabenden Tiers, eines Reptils, eines Vogels, Spuren von Wild oder Kühen behindert ist.

c) Auch ohne Kennzeichnung ist Folgendes Boden in Ausbesserung:

  • Frisch verlegte Soden
  • mit Kies oder Sand verfüllte Drainagegräben
  • Spuren von Wild und Kühen
  • Die Schafweiden bei Spielbahn 5 und 6 des Illertal-Kurses und bei Spielbahn 3 des Zugspitz-Kurses sowie die Kuhweide bei Spielbahn 8 des Zugspitz-Kurses, sofern eingezäunt.

Von diesen Flächen kann Erleichterung in Anspruch genommen werden.

d) Schonflächen auf dem Platz – Spielen nicht gestattet

Der durch blaue Pfähle gekennzeichnete Boden in Ausbesserung (BiA) an Spielbahn 5 des Panorama-Kurses ist eine Schonfläche, von der nicht gespielt werden darf. Liegt der Ball in der Schonfläche oder ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass ein Ball, der nicht gefunden wurde, in der Schonfläche ist, so muss der Spieler in der gekennzeichneten Dropzone einen Ball nach Regel 20-2 fallen lassen. Liegt der Ball außerhalb der Schonfläche und sind Stand oder Schwung durch diese behindert, so muss Spieler straflose Erleichterung nach Regel 25-1 in Anspruch nehmen.

4. Wasserhindernisse (Regel 26-1)
Sind durch gelbe Pfähle und seitliche Wasserhindernisse durch rote Pfähle gekennzeichnet.

Drop-Zonen an Spielbahn 1 und 4 des Illertal-Kurses:
Kommt ein Ball in den Wasserhindernissen der Spielbahnen 1 und/oder 4 zur Ruhe oder ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass ein Ball, der nicht gefunden wurde, in dem Wasserhindernis ist, so kann, abhängig vom Punkt, an dem der Ball zuletzt die Grenze des Wasserhindernisses gekreuzt hat, mit einem Strafschlag

a) nach Regel 26 verfahren oder
b) die für diese Spielbahn vorgesehene Drop-Zone genutzt werden, sofern dieser Punkt der Erleichterung nicht näher zum Loch liegt als der ursprüngliche Kreuzungspunkt mit dem Wasserhindernis.

Zusätzliche Platzregel im Bereich der Spielbahn „Zugspitzkurs 6“ (Staubers Bach)

Ist es nicht sicher, ob ein Ball in dem Wasserhindernis an der Spielbahn 6 des „Zugspitz-Kurses“ (Staubers Bach) ist oder darin verloren ist, so darf der Spieler einen anderen Ball provisorisch nach jeder der anwendbaren Wahlmöglichkeiten von Regel 26-1 spielen.

Wird der ursprüngliche Ball außerhalb des Wasserhindernisses gefunden, so muss der Spieler das Spiel mit ihm fortsetzen.

Wird der ursprüngliche Ball im Wasserhindernis gefunden, so darf der Spieler entweder den ursprünglichen Ball spielen, wie er liegt oder das Spiel mit dem provisorisch nach Regel 26-1 gespielten Ball fortsetzen.

Wird der ursprüngliche Ball nicht innerhalb der fünf Minuten Suchfrist gefunden oder identifiziert, muss der Spieler das Spiel mit dem provisorischen gespielten Ball fortsetzen.

STRAFE FÜR VERSTOSS GEGEN PLATZREGEL:

Lochspiel – Lochverlust; Zählspiel – Zwei Schläge

5. Eingebetteter Ball

Neufassung

Ist ein Ball im Gelände eingebettet, darf er straflos aufgenommen, gereinigt und so nahe wie möglich an der Stelle, an der er lag, jedoch nicht näher zum Loch, fallen gelassen werden. Der Ball muss beim Fallenlassen zuerst auf einem Teil des Platzes im Gelände auftreffen. Es gilt Ziffer 3a im Anhang I Teil A der Golfregeln (Seite 190 – 191).

6. Hemmnisse (Regel 24)
a) Bewegliche Hemmnisse (Regel 24-1) sind u.a.

  • Steine im Bunker
  • sämtliche Entfernungs- und Richtungspfähle

b) Unbewegliche Hemmnisse (Regel 24-2) sind u.a.

  • Sprengwasserauslässe und Bodenplatten für Entfernungsangaben
  • Anpflanzungen mit Pfahl oder Pflanzring
  • Quelleinfassungen aus Beton
  • Maschinenhalle bei Grün 6 des Illertal-Kurses

7. Stromleitung
Trifft ein Ball eine Freileitung oder einen Leitungsmasten, so ist der Schlag annulliert und der Spieler muss einen Ball nach Regel 20-5 (Schlag wiederholen, straflos) spielen.

Strafe für Verstoß gegen eine Platzregel
Lochspiel:     Lochverlust
    Zählspiel:     2 Strafschläge

8. Geräte zur Entfernungsmessung

Neufassung

Für alle Spiele auf dem Platz darf ein Spieler Entfernungsinformationen durch die Verwendung eines Entfernungsmessgerätes erlangen. Benutzt ein Spieler während der festgesetzten Runde ein Entfernungsmessgerät zum Abschätzen oder Messen anderer Umstände, die sein Spiel beeinflussen könnten (z.B. Höhenunterschiede, Windgeschwindigkeit usw.), verstößt der Spieler gegen Regel 14-3.

STRAFE FÜR VERSTOSS:

Lochspiel – Lochverlust; Zählspiel – Zwei Schläge

Bei anschließendem Verstoß – Disqualifikation

Wird der Verstoß zwischen dem Spielen von zwei Löchern begangen, gilt die Strafe für das nächste Loch.

9. Ball auf dem Grün unabsichtlich bewegt

Die Regeln 18-2, 18-3 und 20-1 werden wie folgt abgeändert:

Liegt der Ball eines Spielers auf dem Grün, ist es straflos, wenn der Ball oder der Ballmarker unbeabsichtigt durch den Spieler, seinen Partner, seinen Gegner oder einen ihrer Caddies oder ihre Ausrüstung bewegt wird.

Der bewegte Ball oder Ballmarker muss, wie in den Regeln 18-2, 18-3 und 20-1 vorgeschrieben, zurückgelegt werden.

Diese Platzregel gilt ausschließlich, wenn der Ball des Spielers oder sein Ballmarker auf dem Grün liegt und jede Bewegung unabsichtlich ist.

Anmerkung: Wird festgestellt, dass der Ball des Spielers auf dem Grün durch Wind, Wasser oder irgend eine andere natürlichen Ursache, wie zum Beispiel die Schwerkraft, bewegt wurde, muss der Ball vom neuen Ort gespielt werden. Ein Ballmarker wird zurückgelegt, wenn er unter diesen Umständen bewegt wurde.

Download: Hardcard Stand 01.05.2014  Ergänzungen zur Hardcard Stand 12.05.2016